
Das bin ich - Sophia Weinmann
Ich bin gelernte Maßschneidermeisterin und staatlich geprüfte Modedesignerin – habe also das große Glück, mein Hobby zum Beruf gemacht zu haben.Als ich ca. 8 Jahre alt war, hat mir meine Mama einmal eine Kiste mit alten Vorhängen auf den Schreibtisch gestellt und gefragt, ob ich daraus noch irgendetwas basteln möchte. Und hier begann die Reise...
Ich bekam die alte Nähmaschine meiner Oma geschenkt, die sie nie benutzt hat und brachte mir das Nähen selber bei. Seither hatte ich einen Traum: Modedesignerin zu werden.
Während es einige vielleicht für einen Klein-Mädchen-Traum hielten und nicht ernst nahmen, habe ich ganz schnell das Gegenteil bewiesen. Gezeichnet habe ich sowieso schon seit ich denken kann und irgendwann wurden daraus Modezeichnungen. Beim Nähen konnte ich dann meine volle Kreativität entfalten, da ich ganz einfach immer ganz viel ausprobiert habe. So habe ich mir bereits ab ca. 13 Jahren eigene Klamotten genäht und war z.B. mit Babykleidung und Taschen auf Hobby- & Künstlermärkten unterwegs. Ich wusste in der vierten Klasse, dass mich der Realschulabschluss an mein Ziel bringen wird und ich mir die Abiturjahre sparen kann. Nach meinem Schulabschluss bin ich mit 17 Jahren nach Baden-Württemberg gezogen, um dort eine doppelte Ausbildung zur Maßschneiderin und staatlich geprüften Modedesignerin zu machen. Frisch mit 18 Jahren gründete ich mein Label HipSoW (ein bisschen Hippie, ganz viel Kreativität und kunterbunt, wie Ich). Nach den beiden Abschlüssen habe ich meinen Maßschneidermeister absolviert und war mit 20 Jahren an meinem Kindheitstraum angekommen.
Ich bin zurück in meine Heimat Oberfranken gezogen und es dauerte nicht lange, da wollte ich mehr wagen. Also fand ich die perfekten Räumlichkeiten und beschloss, mein erstes eigenes Atelier mit 21 Jahren zu eröffnen. Da ich im Theater groß geworden bin, habe ich mich schon immer für bunte, ausgefallene Kleidung interessiert. Inzwischen darf ich als Kostümbildnerin für Theater arbeiten, schneidere selbst meine verrückten Ideen, darf mein Wissen als Dozentin in Nähkursen weitergeben und darf ganz vielen Menschen Freude mit ihrer Kleidung bereiten.
Ich bin überglücklich, dass ich mich nie von meinem Weg habe abbringen lassen und schon immer mein Ding so durchgezogen habe. Denn ich habe meine Berufung gefunden und könnte nicht glücklicher sein, jeden Tag in dem Beruf zu arbeiten, den ich liebe, der sich nicht einmal wie Arbeit anfühlt!
